Garten
der Illusion
Dr.
M. Klein / Mann ca. 50 J. / 3. Session - Atembeschwerden / Asthmaanfälle
(Spraydose)
Demosession während der Ausbildung A2 im Januar 96. Tiefenentspannung:
Treppe runter - Gang mit Türen - Tür öffnen: Was siehst
du?
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Kl: Ich bin in einem
großen Raum, hell erleuchtet, alles weiß. Der muß vor
kurzem noch voll gewesen sein. Ich habe den Eindruck, es ist gerade alles
ausgeräumt worden. Ja, ich kann es riechen. Alte Lacke, Firnis. Da
waren Antiquitäten drinnen. Jetzt ist alles draußen, da in
der Ecke steht ein Karton, ein Besen daneben. Th: Willst du mal nachschauen? Kl: Ja, ich gehe mal
nachschauen. Zur freien Entnahme steht da drauf. Jetzt
mach ich ihn mal auf. So komische, schwabbelige Dinger - Lebenseier. Hm,
vielleicht sind die antik. Th: Was bedeutet das
- Lebenseier? Kl: Ja, das ist so eine
schwabbelige Masse. Ja, die könnte ich ja mal mitnehmen, kann ja
nicht schaden. Ich stecke sie mal ein. Jetzt gehe ich weiter. Jetzt geht
es die Treppe hoch. Ah ja, tatsächlich. Ich bin an meinem Lieblingsort,
im Museum. Schön. Da ist ein großen Raum mit wunderbaren Bildern,
einen Rubens sehe ich da mit einer opulenten Frau, ein Bild mit einer
schönen Landschaft. Ich glaube, das ist das Rix-Museum in Amsterdam.
Ein Bild mit einer Kampfszene sehe ich auch. Th: Welches Bild zieht
dich an? Kl: Da ist eins - oh - das ist schön. Das kenne ich gar nicht - wer das gemalt haben könnte? Das ist ganz anders. ... Blick aus einer Dach-luke in einen wunderschönen Garten, traumhaft schön. Alle Farben, alles da, die Bäume, herrlich. |
Seit Frühjahr 95 litt ich an schweren allergischen bronchialasthmatischen Beschwerden. Diverse Behand-lungen von seiten der Schulmedizin und Heilprakti-kern haben keine Besserung ergeben. Nur mit div. Sprays und Kortisonbehandlungen konnte ich überleben. Ich habe in diesem Zeitraum mehrere Tausend Mark Kosten gehabt ohne daß eine Besserung eingetreten wäre. In meinem kaum noch zu ertragenden Gesundheitszustand wandte ich mich im Jannuar 96 an das Synergetische Therapie Zentrum Kamala. Nach der dritten Session (zweistündige Arbeit an meinem Innenleben in Tiefenentspannung) stand ich auf und habe seit diesem Zeitpunkt weder die Sprays noch sonstige Medikamente gebraucht. Ich war 100 % geheilt! Für mich unfassbar! Neun Leute einer Aus-bildungsgruppe, die meinen Zustand kannten, konnten meine Spontanheilung miterleben. Dr. K. |
| Th: Geh mal in dieses Bild hinein, so daß du in diesen Garten hineingehen kanst. | Ein wunderschöner Garten der Illusionen. |
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Th: Ja, du bist jetzt in deinen Illusionen drin, sei mal ganz drin. Sei mal dort, in diesem wunderschönen Garten, den du beschrieben hast. Was entwickelt sich? |
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Th: Wie ist das für dich? Ist das so eure Art und Weise, wie ihr miteinander sprecht? |
Eine
Waage ist das Symbolbild für Ausgleich - Ausbalancieren. Renate ist seine Freundin seit 3 Jahren. (Sie balanciert ihn aus.) |
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Kl: Ich war es gewohnt. Th: Ah ja, sag ihm das. Kl: Ja, ich kenne ja
deine Aussprache. Alles hättest du haben können, aber du wolltest
ja nicht - sagt er jetzt zu mir. Er meint, ich hätte im Leben andere
Dinge erreichen können, Erfolg. Aber durch meine Art vermassle ich
immer alles, das war immer sein Glaube. Th: Frag ihn mal, was will er jetzt? Denn er taucht jetzt auf. Du bist in dem Bild deiner Illusion und er taucht auf und sagt, hey, du hättest alles erreichen können. Frag ihn mal, was willst du jetzt, was ist denn das, warum tauchst du jetzt auf? |
Besucher
kommen als unerlöste Anteile und Prägungen - sie kommen von selbst
und wollen die Auseinandersetzung. |
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Kl: Ja, was willst du
denn jetzt eigentlich von mir? Ich wollte mal nachsehen. ob du immer noch
so verbohrt bist sagt er. ... Ich habe nicht den Eindruck, daß ich
verbohrt bin. Ich will wahrscheinlich nur was anderes, als du willst.
Ich habe keine Lust mehr, in dem Gesellschaftsgeklüngel irgendwas
anzuzetteln. Ich will jetzt ganz anders leben, ich will meine Ruhe haben.
Ich möchte im Einklang mit der Natur leben. Das versteht er natürlich
überhaupt nicht, so ein Mist. Ja, hoffnungslos. Er versteht mich
nicht. Und jetzt geht er wieder rückwärts. Th: Ist es o.k., daß
er geht, oder willst du was klarmachen jetzt mit ihm? |
Antwort
geben und Widersprechen setzen Energien in Bewegung. |
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Th: Wenn du jetzt mal genau
hinspürst - laß ihn nochmal da sein, bevor er jetzt ganz verschwindet
- es gibt zwei Möglichkeiten: Ihr seid klar miteinander, dann müßte
er sich, und das kann man leicht rausfinden, ob das stimmt, auflösen.
Wenn nicht, dann lebt er immer noch so ein bißchen als Nörgler
in dir weiter. So, jetzt sag mal zu ihm, wenn wir noch irgendwas zu erledigen
haben, dann laß uns das jetzt bereinigen und wenn nicht, lös
dich einfach auf. Und dann guck mal, ob er sich auflöst. Zack, und
er müßte weg sein. - Er löst sich nicht auf - Ja, dann
mußt du es klarmachen jetzt, irgendwie. Sonst kommt er morgen wieder
und nörgelt und übermorgen wieder und nörgelt. So sag ihm
mal, was du ihm mitteilen willst. Kl: Sag mal, willst du mich denn überhaupt nicht in Ruhe lassen. Jetzt hatten wir doch soviele Jahre, zwanzig Jahre lang, z.T. eine wirklich schöne Freundschaft. Und jetzt haben wir uns halt einfach mal auseinandergelebt. Du lebst deine Art, ich lebe meine Art. Kannst du das nicht einfach akzeptieren? Ja, ich war ja immer für dich verantwortlich, meint er. |
Anteile dürfen nicht weggeschickt werden, sonst gehen sie wieder in die Verdrängung. Wegschicken als Auflösungsversuch funktioniert nie, da sie im System bleiben. |
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Th: Guck mal, er läuft
als Figur in dir rum und sagt, ich bin für dich verantwortlich, und
nörgelt an dir rum. Wie ist denn das für dich? Kl: Ja, jetzt will ich
es nicht mehr haben. Viele Jahre hat er es getan. Da war es irgendwie
o.k. Aber jetzt will ich es nicht mehr haben. Th: Jetzt sag es ihm,
so deutlich, wie du es kannst. Kl: Hör mal, laß
uns von mir aus auch Freunde bleiben, aber bitte nörgle nicht weiter,
akzeptiere mein Leben, ich akzeptiere auch dein Leben. Wirst du nicht
morgen kommen und wieder was anderes wollen, fragt er mich. Th: Und stimmt es, kommst du morgen wieder? |
Ob die Auseinandersetzung ausreichend war, kann man kontrollieren oder mit Farbe einfließen lassen abschließen. |
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Th: Ist dein Nein so
klar? Dann bring es so klar rüber, daß er es versteht und guck,
ob er zustimmt. Kl: Schau, es sind jetzt
andere Zeiten, mein Entschluß steht fest. Ja, jetzt ist er weg.
Jetzt ist er weg. Aber jetzt kommen noch mehr Besucher. Da
kommt Sabine, meine Frau. |
Andere Anteile stehen schon Schlange und wollen Klärung. |
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Kl: Ziemlich verhärmt,
so hart. Th: Erzähle es
ihr auch gleichzeitig, erzähle es immer auch ihr. Kl: Du hast wieder so einen harten Gesichtsausdruck. Ist das ein Wunder, sagt sie. Sie fragt mich, ob ich jetzt glücklich bin. Hast du jetzt das, was du willst? Macht dir das Spaß, da oben auf der Waage zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen? - Ja, das ist jetzt mein neues Leben und ich möchte nur, daß du das akzeptierst. |
Immer im Gesicht die Stimmung ablesen lassen. |
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Th: Ja, wenn sie es
akzeptiert, soll sie mit dem Kopf nicken, wenn sie es nicht akzeptiert,
sollst sie den Kopf schütteln. Guck mal, was sie macht. Kl: Sie kann sich nicht
so richtig durchringen. ...Du kannst dich nicht richtig durchringen. Schau,
wir können doch nichts erzwingen. Laß uns Freunde bleiben,
das ist doch das, was im Leben zählt. Es kann doch sowieso nicht
ein Mensch den anderen besitzen. Sie will noch mehr reden. Oh je, hoffentlich
dehnt sich das nicht wieder so aus - nächtelang - bis in die frühen
Morgenstunden. Kannst du nicht endlich loslassen? Ich lasse los, sagt
sie, aber die Kinder. Th: Gut, hole die Kinder
herbei und laß deine Frau weiterhin noch da sein. Schau, was geschieht,
was sie tut, macht. Was ist mit den Kindern jetzt? Du hast gerade geschluckt.
Was hast du runtergeschluckt? Laß es hochkommen, nicht runterschlucken.
Schau sie an, deine Kinder. Kl: Ich habe Angst,
sie kommen zu lassen. Th: Dann sags ihnen: Ich hab Angst, euch kommen zu lassen. |
Jede Figur ist in der Lage, nonverbal zu antworten. |
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Th: Wie sehen deine
Kinder aus, jetzt? Kl: Traurig. Th: Traurig, mhm. Was ist es, das du tun möchtest, jetzt? |
Direkte Ansprache! |
|
Kl: Ich möchte
sie gerne umarmen, aber das kann ich jetzt nicht, im Augenblick, denn
ich sitze da in der Waage, in der Balance. Wenn ich jetzt da weggehe,
dann neigt sich das. Aber ich würde mir halt wünschen, daß
ich mehr mit den Kindern zusammen sein könnte. ...Ja, Karin, Lisa,
Uta, ich würde mir wünschen, wir könnten mehr zusammen
sein, wir könnten mehr miteinander machen. Aber es ist so weit. Aber
wenn ich da bin, bin ich ganz für euch da. Habt keine Angst. Uta,
die kleinste sagt, sie möchte, daß ich immer da bin. Th: Rede mal mit ihr,
antworte ihr einfach. Sage ihr das, was du ihr sagen möchtest. Kl: Uta, ich möchte
am liebsten auch immer bei dir sein. Aber es ist nunmal so, daß
Mami und ich uns nicht mehr so gut verstehen, und daß jeder seinen
eigenen Weg geht. Aber ich werde versuchen, so viel wie möglich bei
euch zu sein. ... Sie dreht sich um, so ein bißchen bockig. Sie
will es nicht akzeptieren. Ich weiß, es ist gar nicht so leicht
für dich, du kannst es nicht verstehen. Aber du kannst ganz sicher
sein, ich werde mich um dich kümmern, ich werde da sein, wenn du
mich brauchst. Th: Ja, was sagt sie
jetzt darauf? Kl: Sie dreht sich nicht
um. Th: Wie ist das für dich? |
Diese Sätze zeigen innere Spannungen (Widersprüche) auf und sind Projektionen. Unabhängig davon können sie im Aussen auch ebenso repräsentiert sein. |
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Kl: Ich bin noch traurig. Th: Ja, sag ihr das
auch wieder. Das macht dich traurig, daß sie sich abgewendet hat.
Ist es sowas? Kl: Ja, ich kann sie
aber auch verstehen, aber es ist nunmal so. Sicher macht es mich traurig.
Aber du kommst mich bald wieder besuchen. Oder ich komm euch besuchen,
das ist noch besser. ... Meine Frau ist schon ein paar Schritte vorangegangen...
in Richtung Saalende. Th: Laß sie nicht
weglaufen, kläre mit ihr, ob sie jetzt einverstanden ist damit. Sie
hat ja gesagt, ich bin einverstanden, aber die Kinder halt nicht. Kl: Sabine komm doch
nochmal her. Ja, sie kommt. Jetzt sag mir mal, ist das für dich jetzt
o.k.? Sie meint zwar ja, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob es wirklich
so ist. Aber es wäre schön, es würde für uns alle
leichter sein. Th: Was müßte
sie tun, damit du ihr glaubst, damit du es annehmen kannst? O.k., sie
hat losgelassen, genau, jetzt arbeitet dein Bauch. Was müßte
passieren, so als Geste? Müßtet ihr einen Vertrag unterschreiben?
Wollt ihr euch etwas sagen? Du kannst es ja austesten, oder willst du
es nicht so genau wissen? Kl: Doch, doch. Also,
das ist eine gute Idee. Schreib mir doch einfach ein paar Zeilen. Du bestätigst
einfach, ja, daß du mich jetzt ganz einfach losgelassen hast. Du
hast jetzt dein Leben und ich hab mein Leben. O.k., das unterschreibst
du jetzt einfach. Sie macht es. Th: Schön. Schau
mal auf den Zettel, was steht da drauf? Kl: (lacht) Losgelassen. Da hat sie jetzt mit ihrem Mädchennamen unterschrieben. Das zeigt mir, daß sie jetzt tatsächlich losgelassen hat. Ich sage jetzt zu ihr: Ich werde euch auch immer unterstützen, so wie ich kann. |
Anteile,
die nicht loslassen können, sind immer Anteile von einem Selbst, die
nicht loslassen können (Projektionsfiguren, aber es ist nicht ausreichend,
dies intellektuell zu verstehen. Die Energiefiguren müssen loslassen können, damit repräsentieren sie das eigene loslassen. Es ist nicht sinnvoll mit dem Klienten zu diskutieren, siehst du, du kannst nicht richtig loslassen - denn über Projektionen kann man schlecht Einigung erzielen. |
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Th: So, und die anderen
beiden Kinder? Du hast ja drei. Kl: Ja, die verstehen schon mehr. Wir haben ja schon so viel miteinander gesprochen. Karin, mit dir habe ich am meisten gesprochen, du kannst es schon verstehen. Lisa, du hältst dich am liebsten eh immer raus. Du willst es gar nicht so genau wissen, dich trifft es am wenigsten. |
Auf Darmgeräusche achten - sie sind ein eindeutiges Zeichen für loslassen. |
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Kl: Ja, sagt mal, habt ihr auch Lust, so eine Vereinbarung zu treffen, wie ich es jetzt gerade mit der Mami gemacht habe, daß ich euer Papi bleibe und mich um euch sorge, daß ihr alles bekommt, was ihr braucht. Nur einen Wunsch hab ich, daß ihr nicht stur bleibt, sondern daß ihr auch meine neue Lebenspartnerin kennenlernen wollt. Die zwei schauen jetzt zu ihrer Mutter. Und die hat sich umgedreht. Also Sabine, wir haben doch ein Abkommen getroffen. Jetzt kannst du ihnen doch sagen, es ist o.k. |
Was die innere Person tut, ist energetische Wahrheit. |
| Kl: Es ist eure Entscheidung, sagt sie, ihr könnt machen, was ihr wollt. Und wenn es mir zuviel wird mit euch, dann sitze ich auch nicht mehr wie eine Glucke auf euch, wie ich mir das immer gedacht habe. Ihr könnt auch gehen, ihr könnt auch zum Papi gehen. | Der
Klient soll durch Neuvereinbarungen seinen alten Zustand destabilisieren. |
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Th: Oh, wie ist das
für dich? Kl: Das hört sich
gut an. Ich fühle mich freier, die Angst ist weg. (atmet tief durch). Th: Wie geht es dir
jetzt? - Klient sagt, es geht ihm gut - Bist du noch auf dieser Waage
drauf? Kl: Ja. Da kommen schon
die nächsten. Th: Die warten alle drauf, auf eine Audienz. Wer kommt denn jetzt? |
Auf den Stimmungsausdruck achten. Symbolische Grundhaltung. |
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Kl: Jetzt kommen meine
Eltern. So Arm in Arm, so ganz elegant gekleidet. Kl: Ganz verächtlich. Ganz verächtlich schaut mich mein Vater an. Jetzt spuckt er aus (weint). Und geht weiter. |
In der Konfrontation halten, sonst geht er wieder in den Schatten. |
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Th: Hol ihn herbei,
nicht weglaufen, das geht nicht. Der soll dableiben. Wenn er ausspuckt,
muß er auch dableiben. Frag ihn mal, was er da macht und sag ihm,
wie das ist für dich. Kl: Du Rotzbengel, sagt
er, unser ganzes Leben hast du zerstört. (weint) Alles, was wir aufgebaut
haben. Was du uns angetan hast! Wir verachten dich. |
Träume sind der synergetische Versuch des Unterbewußtseins, den Inhalt zu transformieren. |
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Kl: Ja, das wußte
ich ja schon. Komischerweise hab ich ja meinen Vater lange Jahre, lange
Jahre im Traum nur bekämpft. Da hab ich immer geboxt und gerungen.
Und dann kam einmal ein Erlebnis vor Jahren. Ja, das war so was Himmlisches.
Da haben wir uns umarmt und seit der Zeit bin ich im Frieden mit ihm. Th: Das scheint nicht
so zu sein. Wenn er reinkomt und spuckt, bist du nicht im Frieden mit
ihm. Was immer du denkst, er läuft in dir rum und spuckt dich an.
Jetzt kommt er mit dicken Vorwürfen, das ganze Leben machst du ihm
kaputt. Der läuft in dir spazieren, taucht jeden Moment auf, drückt
sich so aus. Du kommst ins Heulen. Da kannst du mir nicht erzählen,
daß du mit ihm in Frieden bist. Und jetzt schau ihn dir an, jetzt
guck hin. Wie sieht er aus, jetzt, wie reagiert er da drauf? Kl: Ja, also die Augen
aufgerissen, den Mund aufgerissen, so, na, jetzt trau dich noch was zu
sagen, so ungefähr. Th: Ja, jetzt trau dich
was zu sagen. Der wills wissen, der fordert dich raus. Merkst du
es? Kl: Ja das ganze Leben mußte es nur nach deiner Pfeife gehen. Ich konnte ja nie was eigenständig machen. Ich sollte zwar immer irgendwas machen, aber wenn ich es gemacht habe, war es falsch. ...Er glaubt, er hört nicht recht, daß ich mich überhaupt traue, solche Worte zu sagen. Jetzt ist er noch womöglich schuld. |
Erstaunen passiert oft. Der Klient ist selbst erstaunt, daß er zu diesem Geschehen fähig ist, dies drückt sich in seinem abgespaltenen Anteil Vater als dortiges Erstaunen aus. Alles ist seine Energie. |
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Th: Ist ers? Sags
ihm - die Gelegenheit ist günstig. Kl: Ja du hörst
richtig. Ich will dir nur sagen, ich habe keinen Haß und keinen
Groll mehr. Enttäuscht, o.k. enttäuscht bin ich. O.k., du lebst
dein Leben und du bist auch dafür verantwortlich. Das ist auch alles
o.k., ich will auch nichts von dir haben, nur daß du mich in Ruhe
läßt. Es wäre schön gewesen, wenn wir doch nochmal
aufeinander zugegangen wären. Th: Ja, machs!
Du kannst es tun, jetzt. Guck, obs geht. Du kannst es jetzt klären
mit ihm. Kl: Aber ich kann nicht
runter. Th: Du kannst nicht
runter? Ach, du müßtest runter. Oh ja, du müßtest
aus der Waage raus. Ja, da mußt du mal gucken, würde es sich
dafür rentieren, aus der Waage rauszugehen, aus dem Gleichgewicht
heißt es ja, aus deinem inneren Gleichgewicht und die Geschichte
mit deinem Vater mal entgültig klären. Ich meine, das wäre
eine Chance, was immer dabei rauskommt. Kl: Nein, das kann ich
jetzt nicht. Das Problem liegt auch darin, daß es Frieden nur nach
seinem Friedensplan geben kann. Das hat er ja schon durchblicken lassen. Th: Ja, was müßtest du jetzt haben, damit du dich dieser Auseinandersetzung, wie immer die ausgeht, stellst? Was bräuchtest du, um aus deiner Waage rauszugehen? |
Er muß aus seinem Gleichgewicht heraus und Chaos produzieren, damit sich eine neue Ordnung einstellt. Freiwillig tut er das nicht, denn er sitzt auf der Waage - ist ständig um Ausgeglichenheit bemüht. Der Therapeut oder eine andere eigene Instanz muß ihn mit irgend etwas locken, damit er bereit ist, dieses Gleichgewicht zu verlassen und sich auf ein Abenteuer einzulassen. |
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Th: Also, ich sags
jetzt einfach mal, ob es stimmt: Die Renate symbolisiert irgendeine Energie
in dir, so daß du in der Waage bleiben kannst, so drückt sich
das ja aus. Wenn du da drin bleibst, bleibt dein Vater weiterhin so, wie
er ist. Wenn du da rausgehst, kommst du aus dem Gleichgewicht. Dann kannst
du dich deinem Vater aber erneut stellen, kannst irgendwas klären
mit ihm. Würde dir, wenn du möchtest, kannst du ja mal gucken,
ob die Renate dir helfen würde. Frag mal direkt die Waage, ob sie
dich unterstützen würde Kl: Da kommt jetzt wie
von Geisterhand dieser Magnet in die eine Schale. Th: Du hast einen Zauberer
da drin, Wahnsinn. Kl: Jetzt muß
ich aber nachrücken, sonst komme ich aus dem Gleichgewicht, sonst
kommt die Waage aus dem Gleichgewicht. Jetzt kommt noch eins, jetzt muß
ich noch weiterrücken. Da steht drauf Angst, Mißtrauen,
und noch eins Unsicherheit. Oh je, ich muß jetzt ganz
nach links. Oh, jetzt kommt ein ganz dickes drauf, wusch! Geld
steht drauf. Jetzt häng ich richtig an dem Ding dran. Th: Ja. Das sind die
vier Themen, die verhindern, daß du aus deiner Waage rausgehst,
daß du aus deinem Gleichgewicht rausgehst und die Auseinandersetzung
mit deinem Vater machst. Kl: Oh, jetzt fällt
was runter. Ach, das muß in den Taschen gewesen sein. Ah, das waren
die Lebenseier. Die fallen runter in die andere Schale. Jetzt bin ich
wieder ein bißchen in die Balance gekommen. Jetzt häng ich
nicht mehr so schief. Th: Ja, die Lebenseier als Geschenk ganz am Anfang. Ja, bist du schon handlungsfähig, kannst du schon rausgehen? |
Die innere Weisheit ist immer wieder überraschend und faszinierend. |
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Kl: Ich werde jetzt
versuchen, ob ich blasen kann, damit die Lebenseier ein bißchen
größer werden, sie noch ein bißchen stabilisieren. Th: Das ist toll, nicht? Das ist so toll, zu sehen, wie dein Unterbewußtsein dir das Richtige schickt. |
Die Bilder des Anfangs integrieren sich von selbst. |
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Kl: Ja, ein bißchen
gehts, aber mit so wenig Luft... Ja, ein bißchen gehts.
Jetzt werden sie größer. Jetzt kann ich sogar sehen, was da
auf den Lebenseiern drauf steht, weil ich hab sie jetzt richtig aufgeblasen.
Ich laß mir nichts gefallen. Auf dem anderen steht
Konsens oder Tod Th: Aha, das sind deine
Hinweise von den Lebenseiern und jetzt gehst du zu deinem Papa. Ich laß
mir nichts gefallen, Konsens oder Tod - das ist genau das, um was es geht,
ja. Kl: Ja, jetzt hat es
sich einigermaßen stabilisiert. So jetzt kann ich runter. Th: So, und jetzt setzt du dich auf vor deinen Papa, jawohl, und guckst ihn dir an. So, da gibt es immer noch so ein Hilfsmittel, damit du nicht so ganz alleine bist. (Klient bekommt einen Schlagstock - ein Dhyando - in die Hand gedrückt) |
Hinweise kommen von selbst und damit kann er sein Gleichgewicht verlassen und sich ins Abenteuer stürzen. |
|
Kl: Du wirst sehen,
das brauche ich nicht. Th: Ja, aber nur, wenn
du es brauchst, weißt du, wo es liegt. Rechts neben dir liegt es.
So, jetzt rede mit ihm, schau ihn an! Kl: Weißt du,
ich finde das schade. Sicher hab ich dich oft enttäuscht, keine Frage,
aber warum? Weil ich dir nacheifern wollte, weil ich auch so erfolgreich
sein wollte wie du, völlig unsinnigerweise. Aber ich habe es erst
jetzt erfahren und ich habe lange Zeit gebraucht. Th: Wie war der Satz,
der auf den Lebenseiern steht? Kl: Ich laß mir
nichts gefallen. Th: Den sagst du jetzt
zu deinem Vater! Kl: Weißt du, schon vor Jahren hab ich beschlossen, daß ich mir von dir nichts mehr gefallen lasse. Ich hab viel zu lange zu kämpfen gehabt. |
Klient hat Abwehrhaltung gegenüber Agressionsausdruck. |
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Th: Sag mal den Satz,
schau ihn an dabei. Guck mal, ob es dein Vater akzeptiert. Was passiert,
wenn du ihn sagst? Das steht auf deinem Lebensei drauf. Kl: Ja, hast du mich
jetzt gut verstanden? (zaghaft) Ich laß mir von dir nichts mehr
gefallen! Ja, und ich würde gerne Freund sein, aber unter gleichen
Bedingungen. Einen Frieden, so wie du ihn willst, kann ich nicht akzeptieren.
Entweder akzeptierst du das jetzt, dann können wir wirklich Freunde
werden... Th: Ja, ist er bereit dazu? Schau ihn mal an. Nickt er oder schüttelt er den Kopf? |
Konfrontation
direkt, nicht über das Thema reden lassen, sonst arbeitet nur die linke Gehirnhälfte. |
|
Kl: Er schüttelt
den Kopf. Er ist zu tief verletzt. Th: Auf
dem anderen Lebensei steht Konsens oder Tod - einige dich
mit ihm oder ... ja oder, was sagt Tod für dich? Kl: Tod. Das heißt,
ich muß dann nicht unbedingt tot sein, aber das heißt dann
wahrscheinlich Keine Möglichkeit. Th: Alles tot zwischen
euch, alles abgerissen. - Klient bejaht - Bist du bereit für Konsens
oder Tod? Kl: Ich bin bereit. Th: Sags ihm mal. Für mich gibt es jetzt Einigung oder Tod. Sag es ihm sehr klar. |
Sein verdrängter Anteil ist zutiefst verletzt und sagt nein. Dieser muß ausgedrückt werden, dann ändert sich der Vater in ihm. |
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Kl: Ja, also, ich bin
jetzt bereit, mich mit dir zu versöhnen, keine Vorhaltungen von beiden
Seiten, keine Anschuldigungen, keine Schuldzuweisungen, einfach weiterleben,
jeder auf seiner Basis. Bist du dazu bereit? ... Niemals - sagt er. Th: Sags lauter,
das ist eine harte Nuß, das ist schon klar, sags lauter! Kl: Wieso willst du
denn darauf nicht eingehen? Was fällt dir denn für eine Perle
aus der Krone? Oder müßtest du zugeben, daß du vielleicht
falsch erzogen hast? Du bist über 70 Jahre und in dem Punkt, da hat
sich überhaupt nichts getan. Das verstehe ich nicht. Th: Ja. Sag mal den Satz Ich laß mir nichts mehr gefallen. Und spür mal deinen Papa in dir. Dein Papa in dir hat immer noch die Macht über dich, hat immer noch das Sagen über Dich. Der macht immer noch, was er will. Der rennt Tag und Nacht in dir rum. Ich laß mir nichts mehr gefallen - sag ihm das nochmal! |
Seine linke Gehirnhälfte spricht von Versöhnung. ...usw, energetisch ändert sich dadurch nichs. Daher schüttelt der Vater in ihm den Kopf. |
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Kl: (schlägt mit
dem Schlagstock) Ja, ich laß mir nichts mehr gefallen.Ich laß
mir nichts mehr gefallen. Th: Du mußt einen
Konsens kriegen jetzt mit ihm. Sags ihm! Kl: (schlägt) Hörst
du, ich laß mir nichts mehr gefallen. Th: Lauter! Kl: (schlägt) Ich
laß mir nichts mehr gefallen. Th: Sag es so deutlich,
daß er es hört. Kl: Ach, der hört
es, der hörts. ... Er schüttelt den Kopf. Wie man nur
so vernagelt sein kann, denkt er sich. Ja, er sagt zwar nichts, aber ich
kenne das. Th: Sags ihm, sags ihm, sags ihm! Geh dichter vor ihn! Und kriegs mit, das ist der Vater in deinem Kopf, vor dem du stehst. Wer ist der Boß in dir? Er oder du? |
Ich schlage mit dem Schlagstock animierend auf den Boden, damit der Klient seine Hemmschwelle leichter durchbricht. |
|
Kl: Ja, sicherlich bin
ich der Boß. Ja, das ist schon klar. Th: Sag ihm das! Und
guck, obs greift, überprüfs, obs greift. Du
kannst es überprüfen. Kl: Das hast du doch
verstanden, oder? Th: Wenn er eine Innenweltfigur ist von dir, dann muß sie machen, was du willst. Mach mit ihm Kniebeugen, sag ihm, er soll Kniebeugen machen. Guck, obs funktioniert, dann siehst du sofort, ob du der Boß bist in dir. - Klient schlägt fester - Sag, Papa, du machst jetzt Kniebeugen vor mir! Sag das mal! |
Manchmal hilft auch Einsicht in die innere Gesetzmäßigkeit. |
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Th: Und denk daran,
an deinem Bild am Anfang stand Illusion drauf. Krieg mit,
ob er es tut oder nicht. Kl: (schlägt fester)
Kniebeugen! Auf! Ab! Auf! Ab! (schlägt fester) Auf! Ab! Geh ma, geh
ma, geh ma! Auf! Ab! Auf! Ab! Ah, ist das schön! Geh ma! Auf! Ab!
Auf! Ab! Auf! Ab! Oh ja, es funktioniert! Und biwo, biwo, biwo, biwo (schlägt)
Ja, er dreht sich! Biwo, biwo, biwo! BIWO! Ja, es hat funktioniert! Th: Toll, wo hast du
denn die Energie auf einmal hergehabt? Deine Stimme ist ganz klar geworden.
Kl: Ja, ich hab das
plötzlich kapiert. Th: Ah ja. Gut, dann
überprüf, ob es stimmt. Frag deinen Vater, frag ihn, ob er jemals
wieder vor dir ausspuckt. Kl:
Wirst du jemals wieder vor mir ausspucken? (lacht, schlägt) Er sagt
nein. Und wirst du jemals wieder an mir rumtun? Nein. Ah, wie kommt denn
das? Er ist auch kleiner geworden, mit meiner Mutter zusammen - die ist
auch kleiner geworden. Th: Frag ihn auch mal,
ob er dir jemals wieder die Luft wegnimmt. Frag ihn mal, ob er dir die
ganze Zeit die Luft weggenomen hat und ob er das weiterhin tut. Frag ihn
all die Fragen, die dir wichtig sind. Kl: Hast du mir die
Luft weggenommen? Ein bißchen. Aha. Und damit ist jetzt Schluß,
verstehst du! (schlägt) Ja, er sagt ja, er sagt ja. |
Jetzt
greift die direkte Konfrontation, denn seine Wut muß raus. Und plötzlich
macht er es mit einer sehr intensiven Power. Diese Energie war vorher in der Innenweltfigur Vater gespeichert und durch diese Freisetzung verliert diese Figur (Schatten) seine Macht und wird auch kleiner. Dieser Befreiungsvorgang fühlt sich immer gut an, daher kommt oft der Klient an dieser Stelle ins Lachen. |
|
Kl: Ja, du armes Dingelchen.
Du warst ja die ganze Zeit nur unter der Kantarre vom Papa. Du hast dein
ganzes Leben nur das machen müssen, was er wollte. Ich hasse dich,
sagt sie. Ich hasse dich dafür, daß du die Kinder verlassen
hast. ... Ich hab erstens nicht die Kinder verlassen, ich hab nur Klarheit
geschaffen. Und wenn du damals Klarheit geschaffen hättest, als ihr
dauernd Krach hattet, dann wäre wahrscheinlich alles anders gelaufen.
Aber du hast dich ja nie getraut, dich zu entscheiden. Du hast immer gedacht,
da muß ein Kompromiß sein, da muß irgendeine Möglichkeit
sein, daß man irgendwo durchkommt. Wenn du damals eine ganz klare
Entscheidung getroffen hättest, wäre alles anders gewesen. -
Wie du dich traust mit mir zu reden. - Ja, ich sag nur das, was ich denke.
Und du solltest auch mal drüber nachdenken. Th: Und frag sie mal,
ob sie dich jetzt so akzeptiert, wie du bist, so direkt und offen, und
wenn du sagst, was du denkst. Kl: Jetzt schaut sie
so zu meinem Vater hin. Aber ich glaub, jetzt sagt sie auch ja. Ja, sie
sagt auch ja. Ja, sie sagt ja. Th: Ja, dann frag sie mal, ob sie dir noch irgendwas vorschreiben oder wollen oder nicht akzeptieren. Wenn, dann jetzt sofort auf den Tisch. |
Auch
hier drückt der Klient Unausgespro-chenes aus und verändert dadurch
seine innere Energiewirklichkeit. |
|
Kl: So, na, wie sieht
es mit euch aus? Ist das jetzt alles klar zwischen uns? Oder kommen da
wieder irgendwelche Vorschriften, irgendwelche Befehle, irgendein Druck?
Nein, es ist klar. Th: Sie machen dir keinen
Druck mehr, sie nehmen dir nicht mehr die Luft, pissaken dich, oder was
auch immer? Sie sind absolut einverstanden mit dir in Zukunft? Ja oder
Nein? Guck, ob sie mit dem Kopf nicken oder ob sie den Kopf schütteln! Kl: Also, seid ihr jetzt
absolut einverstanden, wie ich mein Leben gestalte? Ja. Ja, es ist wie
ein Wunder. Th: Das ist Synergetik,
ja. Kl: So gut. Jetzt kann
ich wieder in Frieden in mein Bild. Th: Jetzt guck mal,
ob die Waage sich verändert hat - das würde mich interessieren.
Guck mal hin, wie sieht die jetzt aus? Kl: Ja, die hängt
schon wieder schief. Auf der anderen Seite hängt die jetzt schief. Th: Na, da ist zuviel
Gewicht drauf. Was kannst du runterschmeißen? Da war doch noch ein
Angstpaket, Mißtrauen, Unsicherheit und wie das alles hieß.
Was schmeißt du runter? Kl: Ja, das geht nicht
so leicht. Das geht nicht so leicht. Renate hält es fest. Th: Ach, die Renate
hält es fest. Dann mußt du dich mit ihr auseinandersetzen,
da ist noch jemand im Spiel. Sag ihr das mal! Kl: Ja, Renate, warum
hältst du denn das jetzt fest? Ich kann noch nicht loslassen, sagt
sie. Th: Ja, sie bringt dich aus dem Gleichgewicht, da mußt du jetzt auch was klären. Guck mal, was du von ihr willst, sag ihr das ganz direkt. |
Auch hier wird eine sichtbare neue Vereinbarung geschlossen und damit die alte krankmachende Struktur noch mehr destabilisiert. |
| Kl: Kannst du dich erinnern an unser erstes Jahr? Wie schön und harmonisch das war? Da hat alles gestimmt. Ja und die nächsten zwei Jahre, die haben sich nicht so gut entwickelt. Ständig Zank, ständig Krach, ständig Auseinandersetzung. Da bin ich sehr traurig drüber. | Das erste Jahr ist so tief geankert, daß es jetzt noch stabilisierend wirkt. |
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Th: Frag sie mal, ob
sie dir die Luft genommen hat. Guck mal, ob sie nickt oder den Kopf schüttelt.
Frag sie ganz direkt mal. - Renate nickt - Sag ihr, daß du das nicht
mehr willst! Nimm deine Worte. Kl: Ja, wir müssen
uns auf einer anderen Basis treffen. Wir haben uns ja schon unterhalten.
Und auf der neuen Basis, da kann es wieder funktionieren, was ich wirklich
hoffe, Th: Frag sie, ob sie bereit dazu ist. Frag die Renate, die jetzt vor dir ist. Setz dich mit der auseinander. Die wohnt in dir, die hat dich geprägt. Mit der mußt du klarkommen. Die darf dir keine Luft wegnehmen. |
Sie hat ihm auch die Luft genommen - durch die nicht bereinigten Spannungen. |
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Th: Willst du noch irgendwas
aushandeln, sowas wie einen Vertrag, Handschlag, oder was auch immer,
so daß du ganz sicher bist. Kl: Ja, das möchte
ich gern. Diese Unsicherheit vertrage ich nicht mehr. Ich weiß,
es ist zwar schwierig, die ganzen Umstände, es ist sicherlich nicht
einfach, aber das ständige Hin und Her - ich kann es nicht mehr ertragen.
Jetzt möchte ich mit dir eine Vereinbarung treffen, daß wir
alles auf einer neuen Basis aufbauen, daß das auch funktioniert
und daß du dich auch bemühst. Ich kann mich auch bemühen. Th: Guck mal, ob sie
nickt oder ob sie den Kopf schüttelt. Weil, wenn sie den Kopf schüttelt,
dann steht irgendetwas dazwischen. Guck genau hin. Wenn nicht, dann soll
sie es jetzt sagen, was dazwischen steht, damit es jetzt bereinigt werden
kann. Kl: Nein, sie ist einverstanden.
Wir schütteln uns die Hand und umarmen uns. Aber jetzt zieht ein
Gewitter auf. Jetzt wird alles ganz dunkel. Oh, und jetzt fängt es
an zu regnen wie verrückt, wie verrückt. Jetzt schau ich mal
da raus. Th: Das ist o.k., laß
es zu. Das hat irgendwas mit Reinigung zu tun anscheinend. Kl: Oh, das regnet! Ja gibt es denn das? Wie aus Kübeln. Da kommt ja so ein richtiger Fluß runter. Oh nein! Oh nein!! Nein!!! (bricht in Tränen aus) Gibt es das?! Der schöne Garten, der schöne Garten wird weggeschwemmt! Nein! Ich spring jetzt raus, ich will das festhalten. Jetzt ist da nur noch Dreck, jetzt ist alles nur noch Dreck. (weint) |
Dieser letzte neue Vertrag wirkt endgültig destabilisierend und die Struktur fängt mit einem Gewitter zu kippen an. |
| Th: Das war der Garten deiner Illusion, der ist weggeschwemmt worden von deinen ganzen Tränen. | Der schöne Garten der Illusionen löst sich von selbst auf. |
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Kl: Es ist nichts mehr
da (weint), es ist alles nur noch überschwemmt. Oh nein. ... Da ist
noch so ein kleines Häuschen auf dem Hügel oben. Da ist noch
ein bißchen grün. Alles andere ist nur noch grau und Schlamm.
Ich gehe die Treppe hoch. Niemand da. Da gibt es so eine Luke, da geht
es runter, muß ziemlich tief sein. Jetzt klettere ich da mal runter.
Das geht ja tief runter. Jetzt bin ich am Ende. Es ist ganz dunkel unter
mir. Ich kann gar nicht sehen, wie es weitergeht. Was mache ich jetzt?
Ich glaube, ich laß mich einfach mal fallen. Hui, da geht die Post
ab, oijoijoi. Hoffentlich überlebe ich das! Zack. Das Fallen war
aber gar nicht schlimm. Da, wo ich jetzt gelandet bin, ist es dunkel,
aber da ist eine Tür, die mach ich jetzt auf. Ja, jetzt bin ich wieder
in einer schönen Landschaft. Es riecht gut, schöne Geräusche
und da kommt ein Mann mit einem weißen Umhang. Der scheint auf mich
zuzusteuern. Das ist mein alter Freund Krishnamurti. Ja, hast du für
mich eine Botschaft? - Ja.- Für mein Leben? - Ja. - Ja, dann sag
sie mir doch! - Ja. Du mußt sterben, bevor du stirbst. - Ich muß
sterben, bevor ich sterbe. Th: Verstehst du das? |
Loslassen
... ist das Geheimnis zur Transformation.Loslassen ist ständiges Sterben...das
Neue kommt erst, wenn das Alte gestorben ist... |
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Kl: Ja, ich glaube,
ja. Mhm. Ja, ich habs verstanden. Ich muß alles losgelassen
haben, was ich glaube, es ist wichtig. Erst, wenn ich alles losgelassen
habe, dann kann ich leben. ... Jetzt zeigt er dort hinüber. Ich geh
mal da rüber und da steht Garten der inneren Weisheit.
Aha. Und da steht so ein kleines Schild noch Gärtner gesucht.
Jetzt geh ich da mal rein, aber das darf doch gar nicht wahr sein. Th: Aber dieser Tausch,
guck mal du hast den Garten deiner Illusion gesehen und du bist |
Der Garten der inneren Weisheit taucht auf. |
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Th: Bescheidenheit -
damit mußt du anfangen. Kl: O.k. ich mag auch,
ich hab volle Lust drauf. Und rein die Hacke, ja. So, wie ich jetzt |
Annehmen was kommt...bringt Bereicherung. |
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Th: Ja, das ist das
Phänomen, wenn du ihn bearbeitest, wenn du ihn annimmst. Bist du
jetzt der Gärtner? Kl: Ja, ich bin der
Gärtner und je mehr ich da arbeite, desto größer wird
er. Oh, das ist ja ganz interessant. Jetzt tauchen sogar Menschen auf,
die da arbeiten. Vorher war der Garten so klein. Es sieht so aus wie auf
den Baumwollfeldern, da im Süden der USA, ganze Ketten von Menschen,
die singen. Oh, ein schöner Sound. Es ist zwar noch ein bißchen
nebelig und der Ton ist auch noch nicht so, aber ich habe irgendwie das
Gefühl, je mehr ich da arbeite, desto klarer wird es. Ja, jetzt klettere
ich mal auf den Baum, der da steht, um mal zu sehen, wie groß jetzt
der Garten ist. Ohoho, der geht ja bis zum Horizont. Ja, und jetzt wird
alles schön klar. Jetzt kann ich wieder runterklettern. Da ist jetzt
so ein Zettel angemacht an dem Baum. Da steht was drauf:die Arbeit
ist das Ziel. Ja, das ist schön. Ja. Die Arbeit ist das Ziel
- |
An sich arbeiten, an seiner Weisheit arbeiten, ist das Ziel. Es ist immer im Hier + Jetzt. |
| Th:
Du bist auch nicht mehr traurig, daß dieser andere Garten, der
Garten der Illusion, wegge- schwemmt worden ist vom Gewitter? Kl: Nein, das ist jetzt, das ist jetzt mein Garten. |
Musikgrundanker
wird wieder gesetzt. Alle Personen auftauchen lassen, festigt die neue Struktur. |
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Th: Ist das sowas,
wie angekommen, nachhause gekommen zu sein? - Der Klient bejaht Kl: Ja. Ja, es ist wie
ein Reigen. Es fassen sich alle an der Hand. Alle |
Jeder
synergetische Prozeß endet mit einem Happy End- aber nicht immer das Leben! Der Garten der Weisheit will bearbeitet werden! |
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Für
die Stabilisierung ins Leben hinein, ist der Klient verantwortlich - sonst
nimmt ihm das Leben die errungene Freiheit wieder ab. Der Klient warf sein Spray weg und war nach dieser Sitzung absolut beschwerdefrei. Er hat zunächst keine weiteren Auf-arbeitungssitzungen mehr gemacht, obwohl das Material in der Tiefe noch einige Sitzungen gebraucht hätte. So kamen die Symptome nach genau 10 Monaten heftig wieder und klopften dadurch an die anderen Türen in der Tiefe seiner Innenwelt. Die Randbedingungen in seiner damaligen neu-en Lebenssituation stimulierten ständig sein unverarbeitetes Material, da sie mit seiner Kindheitssituation starke Ähnlichkeiten aufwiesen. Symptome wollen immer nur helfen ... man sollte sie nie bekämpfen, sondern wichtig nehmen. Nach einigen Wochen heftiger Anfälle nahm er noch einige Synergetik Therapie Einzelsitzungen und lebt seitdem be-schwerde- und anfallsfrei. |
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